Die „Störung „

Alice Miller erkennt nach vielerlei Irrwegen anhand ihrer eigenen verdrängten Erinnerungen einen Mechanismus, den sie für viele Menschen als wirksam ansieht und der zum Schlüssel für das Verständnis vieler psychischer Probleme wird.
Es geht – ganz im psychoanalytischen Sinn – um Erfahrungen aus der frühen Kindheit. Das kleine Kind ist existentiell auf eine gute Beziehung zu den Erwachsenen angewiesen, die zuerst einmal seine körperlichen Bedürfnisse erfüllen. Das führt dazu, dass das Kind von Anfang seines Lebens an aktiv auf die Bedürfnisse und Gefühle der Bezugspersonen eingeht und sie zu befriedigen versucht.Dabei kann es geschehen, dass das Kind nie dazu kommt, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle kennen zu lernen und ihnen ihr Eigenrecht zuzugestehen. Auffallend ist, dass viele der davon betroffenen Menschen später mit sehr viel Nachdruck betonen, dass sie eine glückliche Kindheit gehabt hätten. Für Alice Miller ist diese Verdrängung der eigenen Bedürfnisse aber die Wurzel für massive, aber weitgehend unbemerkte psychische Beschädigungen.

Beginnen wir mit den Eltern: Alice Miller versteht durchaus, aus welchen Beweggründen die Eltern ihre Kinder so behandeln, wie sie es tun. Es klingt paradox: Da sie selbst in ihrer Kindheit verletzt wurden, tun sie dasselbe ihren Kindern an. Gerade weil das eigene Leiden verdrängt wird, fügt man anderen dasselbe Leid zu (Miller 1988: 101). „Besonders Mütter, die einer ähnlichen Verletzung in ihrer Kindheit zum Opfer fielen und dies in der Verdrängung halten, sind blind und taub für die Situation ihrer Kinder. Sie ertragen es nicht, an ihre eigene Geschichte erinnert zu werden, und lassen das Kind im Stich.“
http://www.thur.de/philo/lh/miller.htm

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Über blackpast

Geboren 1966 ,wohnhaft in Deutschland ,Brandenburg.Seit 1994 beschäftige ich mit intensiv mit psychischen Problemen die im Zusammenhang mit Erziehung,Gesellschaft und Ideologie stehen.Es gibt viel Aufklärungsbedarf von dem ich hier berichten will..
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