Therapieversuch, auf ein neues … was wenn es nicht hilft?

Ich kann dazu nur sagen ,mit dem Stand der Therapierichtlinien heute,wird kaum jemand gesund.Es geht da auch wieder nicht um die Steigerung der Lebensqualität ,sondern nur um die Funktionalität des Patienten gegenüber dem System.Ich würde sogar behaupten , wer sich gegen eine Therapie entscheidet,entscheidet sich für sich selber.Eine Therapie kann in wenigen 100 Stunden nicht das wieder zurückbringen was Jahrelang verloren ging (die Persönlichkeit).Die schmerzhaften wichtigen Erfahrungen macht man dann sowieso allein und nicht in der Therapie.Wer keine Angst hat,sich zu entdecken ,wird es auch,ob allein oder mit Hilfe.Eine richtige Therapie müsste auch ganz anders laufen und währe auch so schmerzhaft ,das man da nicht arbeitsfähig währe dabei oder anschließend für einen enormen Zeitraum.Was die meisten sich auch nicht leisten wollen.Was ich jedem Betroffenen mitgeben würde währe,sich selbst nicht im Stich lassen und den Mut zu haben so zu leben wie man es mit sich vereinbaren kann sind schon mit die wichtigsten Schritte.

Und hier auch nochmal :

Suche nach einem Therapeuten?
Alice Miller gab dazu folgende wichtige Punkte heraus auf die man achten sollte.

Therapeutenliste
Monday 17 November 2008
AM: Leider kenne ich keine Therapeuten, die ich Ihnen empfehlen könnte. Das heißt aber nicht, dass es keine empfehlenswerten gibt. Nur dass sie mir nicht bekannt sind.
Wenn ich im Internet nach ihnen suche, finde ich eine Menge esoterischer, sektiererischer, religiöser Angebote, Werbung aller Art, Schwarze Pädagogik, traditionelle Fallen, aber nirgends die Anerkennung der essentiellen Bedeutung der Kindheit im Leben des Erwachsenen und der verheerenden Auswirkungen des Schlagens kleiner Kinder. Wenn Sie einen kompetenten Therapeuten suchen, müssten Sie sich in den ersten Gesprächen vergewissern, ob er die folgenden Voraussetzungen mitbringt:
1 – Die Bereitschaft, Ihre Fragen über seine (ihre) Sicht auf seine (ihre) Kindheit und Ausbildung im Erstinterview zu beantworten.
2 – Die Freiheit, sich über die Grausamkeiten Ihrer Eltern zu empören und NICHT neutral zu bleiben, wenn Sie Ihre Geschichte erzählen.
3 – Die Fähigkeit, Ihnen empathisch beizustehen, wenn Sie endlich Ihren Zorn erleben und ausdrücken können, den Sie Jahrzehnte lang aus Angst vor der Strafe zurückgehalten haben.
4 – Die Weisheit, Ihnen nicht Vergessen, Vergebung, Meditation, positives Denken und buddhistische „Weisheit“, die echte, lebenswichtige “ Emotionen als „negative“ bekämft, zu empfehlen und auf diese Weise Ihre Schuldgefühle noch zu steigern.
5 – Die Redlichkeit, Ihnen nicht leere Worte wie „Spiritualität“ und andere anzubieten, wenn Ihre Geschichte zu große Ängste beim Zuhörer hervorrufen sollte.
6 – Das Wissen, dass sich der leidende Erwachsene von dem in seinem Körper gespeicherten Zorn als Reaktion auf die in der Kindheit erfahrenen Misshandlungen befreien muss, indem er diesen Zorn bewusst erlebt, ausdrückt und seine Berechtigung versteht.
Da ich keine Therapeutenliste anzubieten habe, aber ständig danach gefragt werde, habe ich eine FAQ Liste publiziert, die leicht auf der Seite „Artikel“ zu finden ist. Sollte es ein Therapeut schon im Erstgespräch ablehnen, Ihre Fragen zu beantworten, können Sie sicher sein, dass Sie sich viel Geld, Zeit und unnötige Hoffnungen ersparen, wenn Sie kein zweites Gespräch mit ihm oder ihr vereinbaren. Sollten Sie angst haben, Ihre Fragen zu stellen, wäre Ihre Angst zwar durchaus als Furcht vor Ihren Eltern verständlich, weil der Therapeut eine Autoritätsfigur darstellen mag. Doch Ihre Fragen sind trotzdem sehr wichtig, und es lohnt sich, sie zu stellen, um nicht eine Verwirrung zu riskieren, die jahrelang andauern kann und nichts Gutes bringen wird. Wenn Sie das Stellen der Fragen auf sich nehmen, können Sie nur gewinnen.
Es mag Ihnen auch helfen, im Eingang zu dieser Webseite, über meine Ablehnung der Psychoanalyse zu lesen, die meines Erachtens den Zugang zur REALITÄT unserer Kindheit VERBAUT.

Alice-Miller.com

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Über blackpast

Geboren 1966 ,wohnhaft in Deutschland ,Brandenburg.Seit 1994 beschäftige ich mit intensiv mit psychischen Problemen die im Zusammenhang mit Erziehung,Gesellschaft und Ideologie stehen.Es gibt viel Aufklärungsbedarf von dem ich hier berichten will..
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4 Antworten zu Therapieversuch, auf ein neues … was wenn es nicht hilft?

  1. sophie0816 schreibt:

    extrem nachdenkenswert! ich bin seit über zwei jahren in einer psychoanalyse. ich würde nicht sagen, dass sie nichts bringt. alles bringt irgendwas. ich kann aus allem lernen. doch habe ich von anfang an gespürt, dass etwas existenzielles fehlt und zwar die therapeutin selbst. ihr menschsein. ihr ausdruck. ihr fühlen. ihre anteilnahme. ihr persönliches da sein.
    danke für die anregung!

  2. blackpast schreibt:

    Vielen Dank für deinen Kommentar.Ich teile die Ansicht, das nichts was du tust umsonst ist.Nur bei einer Analyse wo der empathische Teil der Therapeutin fehlt ist das ziemliche energetische Verschwendung ,gerade weil man merkt was einem alles so fehlt.Wichtig ist nur das du dir deine Lebensgeschichte gut anschaust und die Wut nutzen kannst und dich zukünftig vor schlechter Behandlung schützen kannst.Es muss sich alles echt anfühlen und alles was in dir ist muss sein dürfen in der Therapie ..Auch Therapeuten haben Defizite in sich ,der eine mehr und der andere weniger.Ich meine damit die Emotionale Ebene .Weiterhin viel Mut bei der Aufarbeitung.

  3. Clumsy schreibt:

    Ich respektiere zwar Alice Miller und ihre Ansichten, aber bei Punkt 4 widerspreche ich vehement. Es ist mittlerweile mehrfach wissenschaftlich belegt,dass Meditation und Achtsamkeit sich positiv auf die menschliche Psyche – vor allem auch auf die Biochemie – und sogar auf die Intelligenz auswirken. Nennen wir es einfach mal Buddhistische Psychologie. Es hat gar nichts damit zu tun, dass man negative Gefühle unterdrücken soll. Sondern das Gegenteil. Es geht auch darum, alle Gefühle zuzulassen. Aber diese eben auch zu hinterfragen. Zu verstehen woher sie kommen. Welche Gedanken im Kopf in diesem Moment ablaufen. Gefühle beeinflussen Gedanken und umgekehrt.

    Und meiner bescheidenen Meinung nach, ist es der einzige Weg wirklich etwas zu ändern. Achtsamkeit bedeutet nichts anderes als sich wie ein Kind zu verhalten und Dinge bewusst wahrzunehmen. Zu lernen. Mal anders zu handeln als sonst. Neue Verknüpfungen im Hirn anzulegen. … ich habe lange über das Thema nachgedacht, aber ich halte es für wesentlich erfolgversprechender als ewige Wühlen in altem Schmerz. Die Frage ist doch nicht nur „Warum bin ich so“, sondern „Will ich so bleiben und wie kann ich etwas ändern“ … von bloßem Reden kommt nichts. Es gilt an sich, an seinen Gedanken, an seinen Verhaltensweisen zu arbeiten. Nur so kann man etwas ändern.

    Spiritualität ist doch auch nur ein Sammelbecken, dass man nutze, um dort die Dinge abzulegen, die wir wissenschaftlich „noch“ nicht erklären können.

    Sind all diese Dinge falsch, nur weil sie sehr lange von der wissenschaftlichen Forschung übersehen wurden? Weil sie alt sind? Auch Sokrates und Platon und wie sie alle hießen die allen griechischen und römischen Philosophen, waren ihre Gedanken alle falsch? Nur weil wir irgendwann mal begannen nur noch die anerkannte Wissenschaft als das Nonplusultra zu betrachten? Nur weil ein gewisser Herr Freud daherkam und meinte er könnte alles erklären …

    • blackpast schreibt:

      Vielen Dank für dein Kommentar .Wer unter einer „psychischen Störung“ leidet sollte doch alle Kraft nutzen,um durch den Schmerz zu gehen und nicht davor ab zubiegen,erst dann wird sich zeigen wer oder was man ist und warum.Meditation wird meisten angeboten ,damit der Patient sich seinen dunklen Tiefen nicht stellen muss und wie er mit positiver Energie dem entgegenwirken kann. Das kann auch in akuten Situation etwas helfen.Viele Therapien arbeiten nicht mit dem Ziel die Persönlichkeit des Patienten wieder herzustellen,sondern ihm nur ein Werkzeug in die Hand zu geben mit dem er trotzdem weiterleben kann.
      Im Zentrum der Buddhistischen Psychologie steht die Befreiung des Einzelnen von das (Er-)leben einschränkenden Vorstellungen und Verhaltensmustern. < Warum gehst du diesen Umweg? Wirst du so menschlicher? Du solltest dich durch dich selbst kennen lernen und nicht durch eine Lehre und Auffassung .Du wirst so nicht zur Persönlichkeit reifen können.Du glaubst an Spiritualität ,aber nicht an dich selbst.Ich wünsche dir trotzdem viel Mut und Kraft für dich und den weiteren Weg.

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